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Einsatz 19 von 49 Einsätzen im Jahr 2018
Kurzbericht: H:Gefahrgut-Groß
Einsatzort: Birkenwerder BAB10 Richtung Hamburg
Alarmierung FFW Bergfelde : Alarmierung per Funkmeldeempfänger

am 28.03.2018 um 21:04 Uhr

Einsatzende: 23:20 Uhr
Fahrzeuge am Einsatzort: TLF Bergfelde

Einsatzbericht:

Kräfte vor Ort:

- FF Birkenwerder: ELW, MTW, LF, TLF

- FF Velten: ELW, 2xHLF, TLF, GW-Log2

- HAK Oranienburg: ELW, HLF, TLF, RW, GWG2 

- FF Oranienburg: LF, MZF

- FF Sachsenhausen: TLF

- RTW Schönfließ -2-

- RTW Oranienburg -1-

- RTW Oranienburg -3-

- RTW Oranienburg -5-

- NEF Oranienburg

- NEF Hennigsdorf 

- Kreisbrandmeister Oberhavel 

- Polizei

 

 

  

 +++Alarmierung durch Leitstelle Nord/Ost - unsere erst Information+++

 

 - H:Gefahrgut - Groß --->>> Nachforderung TLF auslösung der Kräfte vor Ort.

 

Presse:

Schwerer Lkw-Unfall – Verkehr rollt wieder
Ein mit Heizöl beladener Lkw verunglückte auf der A10 bei Oranienburg. Der Fahrer stirbt, drei Menschen werden teils schwer verletzt. Die Autobahn wurde bis spät in die Nacht gesperrt – die Fahrtrichtung Oberkrämer ist wieder frei.

Oranienburg. Bei einem Unfall eines mit Heizöl beladenen Tanklasters auf dem nördlichen Berliner Ring ist dessen Fahrer ums Leben gekommen. Laut Informationen der Polizei handelt es sich dabei um einen 27-jährigen Mann. Drei weitere Menschen wurden durch den Unfall verletzt, wie die Polizei mitteilte; davon zwei Insassen eines weiteren Lkws schwer.

Der mit Heizöl beladene Lastwagen war am Mittwochmittag gegen 13.30 Uhr zwischen dem Kreuz Oranienburg und der Anschlussstelle Oberkrämer in Fahrtrichtung Hamburg an einem Stauende auf einen anderen Lkw aufgefahren und hatte diesen auf einen dritten geschoben. Zuvor war es auf der Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Stralsund zu einem Auffahrunfall und leichtem Stau gekommen.

In Folge kam es auch auf der Gegenfahrbahn zu einem Auffahrunfall. Ob dafür Gaffer der Auslöser waren, wird durch die Polizei gegenwärtig ermittelt. Durch den Unfall staute sich der Verkehr in dem Bereich. Drei Sattelzugmaschinen kamen aufgrund sofort eingeleiteter Gefahrenbremsungen noch rechtzeitig genug zum Stehen. Der darauf folgende Fahrer des Tanklastwagens konnte sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig genug zum Stehen bringen und kollidierte daher nahezu ungebremst mit dem vor ihm stehenden Lkw.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 27-jährige Fahrer so schwer verletzt und in seiner Fahrerkabine eingeklemmt, dass er noch vor Ort verstarb.

Die beiden 52- und 55-jährigen Insassen des zweiten Lastwagens, auf den der Tankwagen aufgefahren war, wurden durch den Aufprall ebenfalls schwer verletzt und mussten von Rettungskräften aus der Fahrerkabine herausgeschnitten und geborgen werden. Ihr Fahrzeug wurde zudem auf einen weiteren Lkw geschoben, dessen 31-jähriger Fahrer wiederum leicht verletzt wurde.

Seine Sattelzugmaschine wurde auf einen Lkw geschoben, dessen 40-jähriger Fahrer unverletzt blieb. Zudem touchierte der Tanklaster einen Pkw während der Gesamtkollision seitlich. Beide Pkw-Insassen – 19 und 35 Jahre alt – blieben jedoch unverletzt.

Den Einsatzkräften bot sich vor Ort ein Trümmerfeld. Das Fahrerhaus des verunfallten Tanklasters war durch den schweren Aufprall enorm demoliert worden, der Lenkradbereich hatte sich um etwa zwei Meter verschoben, das Führerhaus selbst war bis zum Tank eingedrückt worden. Aus diesem Grund benötigten die Rettungskräfte schweres Gerät, um den 27-Jährigen aus dem Lkw zu bergen.

Die A10 wurde zwischen dem Kreuz Oranienburg und der Anschlussstelle Oberkrämer in beide Richtungen für mehrere Stunden vollgesperrt, der Verkehr wurde abgeleitet. Betroffen von den Sperrungen waren zudem weitere angrenzende Verkehrswege wie die A111 und die B96.

Im gesamten angrenzenden Bereich in Oberhavel kam es daraufhin zu erheblichen Verkehrseinschränkungen und kilometerlangen Staus. Gegen 17.30 Uhr konnten die ersten Sperrungen im Bereich der A111 aufgehoben werden.
Quelle: Julian Stähle
Kameraden der Feuerwehr waren vor Ort zudem damit beschäftigt, das aus einem durch den Unfall entstandene Leck auslaufende Öl auf der Straße abzubinden sowie die restliche Ladung des Tankwagens abzupumpen. Die Flüssigkeit sei brennbar, aber nicht leicht entflammbar, hieß es seitens der Feuerwehr.

Erste Erkenntnisse deuteten bereits darauf hin, dass verunreinigtes Erdreich wohl abgetragen werden muss. Austretende Dämpfe seien nicht gesund, sie könnten Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen. Informationen darüber, dass Heizöl ins Grundwasser gelangt sei, gab es laut Feuerwehr zunächst jedoch nicht.
Die Kameraden der Feuerwehr waren bis tief in die Nacht damit beschäftigt, die drei Kammern des Heizöl-Tanks leerzupumpen. Eine der drei Kammern des Anhängers war durch den Unfall derart beschädigt worden, dass ihr Inhalt – ca. 2000 Liter Heizöl – sich auf die Straße und das angrenzende Erdreich ausbreiteten und dort im Boden versickerten. Der Inhalt der beiden weiteren Tankkammern wurde bis in den späten Abend in einen zweiten Heizöltanker umgetankt – ein Vorgang, der sehr viel Zeit beanspruchte und sich daher nach Schätzungen der Feuerwehr bis gegen 23.30 Uhr hinziehen dürfte.

Erst im Anschluss wird der Abschleppdienst zum Einsatz kommen, um die drei havarierten Sattelzugmaschinen sicherzustellen und abzutransportieren, die in den nächsten Tagen weiter ausführlich von Gutachtern untersucht werden müssen. Die Bergungsarbeiten fanden bis in die Morgenstunden statt.

Am Donnerstagmorgen gegen neun Uhr war die Autobahn am Dreieck Pankow in Fahrtrichtung Oberkrämer dann wieder frei. Lediglich in die entgegengesetzte Fahrtrichtung stockte der Verkehr noch ein wenig.

Insgesamt waren bei dem Einsatz rund 100 Rettungskräfte vor Ort im Einsatz, wie Marcel Manske, Einsatzleiter der Feuerwehr Birkenwerder berichtete.
Auch die Untere Naturschutzbehörde erschien noch am Mittwoch am Unfallort, um die Situation vor Ort zu begutachten. Sie wird nun in den nächsten Tagen prüfen, ob und in welchem Umfang verunreinigtes Erdreich abgetragen werden muss.

Quelle: maz-online.de

Hilfeleistung vom 28.03.2018  |  (C) FFW Bergfelde (2018)Hilfeleistung vom 28.03.2018  |  (C) FFW Bergfelde (2018)
Samstag, 21. Juli 2018